Die Macht der Kirche der Jurisprudenz war damals fast unendlich.
Religion sind diejenigen Handlungsbegründungen, die alle akzeptieren, weil sie die aktuell funktionierende Konvention darstellen.
(Es ist dabei funktional unwichtig, ob der Verwender wirklich an sie glaubt oder nicht, und auch die traditionelle Verknüpfung von Verhaltensregelung mit individueller Seelenpflege, wie sie heutzutage im Islam zum Beispiel noch lebendiger ist, ist nur zufällig eine Weile in der Religion vereint worden, sodass wir, danach kommend, noch immer die Definition der Religion daraus zu bauen versuchen.)
Insofern ist sehr deutlich, dass die zur Zeit ziemlich global herrschende Religion die des Legalismus ist, der Jurisprudenz, mit einer umfassenden effektiven Macht, die sogar die einstige der katholischen Kirche, über die wir uns bei der Betrachtung der Geschichte immer so wundern, bei weitem übersteigt.
Es gibt also Grund, sich auch über die Gegenwart sehr zu wundern - oder aber keinen Grund, sich je zu wundern, so kann man es natürlich auch sehen.
(Es ist dabei funktional unwichtig, ob der Verwender wirklich an sie glaubt oder nicht, und auch die traditionelle Verknüpfung von Verhaltensregelung mit individueller Seelenpflege, wie sie heutzutage im Islam zum Beispiel noch lebendiger ist, ist nur zufällig eine Weile in der Religion vereint worden, sodass wir, danach kommend, noch immer die Definition der Religion daraus zu bauen versuchen.)
Insofern ist sehr deutlich, dass die zur Zeit ziemlich global herrschende Religion die des Legalismus ist, der Jurisprudenz, mit einer umfassenden effektiven Macht, die sogar die einstige der katholischen Kirche, über die wir uns bei der Betrachtung der Geschichte immer so wundern, bei weitem übersteigt.
Es gibt also Grund, sich auch über die Gegenwart sehr zu wundern - oder aber keinen Grund, sich je zu wundern, so kann man es natürlich auch sehen.
stabigabi1 - 8. Okt, 14:49
Ja, aber sie deckt nur die Teile ab, über die sie etwas zu sagen hat, und diese sind sehr weit geworden, obwohl sie alles Fragliche, Geistig-Religiöse "erst mal" beiseitelassen. Die anderen Teile, die Moral z.B., die früher, und noch heute im Privaten, Vorgesetzlichen, das Verhalten regelt, wurden durch Legislation abgelöst. Diese hat sehr wohl Funktionsweisen der Kirche, zu der sie sich parallel entwickelt hat, übernommen, oder in gegenseitiger Zusammenarbeit entwickelt.
An der Naturwissenschaft zu zweifeln, ist etwas anderes, als an Gesetzen zu zweifeln. An letztere muss man ja gar nicht glauben, man muss sie nur im Handeln beachten, und sie stellen die letzten Instanz dar. Das heißt, man wird ziemlich zu einer zynischen Umgangsweise mit Verhalten angeregt, was die Jurisprudenz ja sehr mit der katholischen Kirche gemeinsam hat, aber ich hatte ja vergessen, dass sie sich wirklich gemeinsam entwickelt haben.