I Taste A LiQUOR NEVER BREWED

I Taste A Liquor Never Brewed: ich ertastete likör, so niemals gebraut, von tankern perlenhaft gereiht, und alle flöße auf dem rhein ergaben trunken sich. in-e-briat der luft bin ich, und debauchee of dew, ich gleite taumelnd an dem für immer abendoffnen sommertag entlang, zur einkehr eingeschmolzen blau. aus dem galahandschuh einer füchsin verweist der tender die betrunkne biene, schmetterlinge sagen sich dem umtrunk los. bis die schneebestäubten hüte der seraphen hochgerissen, heilige zu fenstern eilen, um sich das glück des kleinen suffki einzuspeisen, wie er an der sonne lehnt.
stabigabi1 - 17. Aug, 16:38

Wir ertasten Wortbedeutungen. Las ich wo, aber wo? Hast du noch nicht erlebt, schrieb dieser Mensch, wie jemand tastet, während er dir zuhört, du spürst geradezu seine sanften, vorsichtigen Fingerkuppen an deinen WÖrtern, welche sich zwar unaufhörlich bewegen, aber, bewegst du das Wort, sofort einfrieren, um deine Bewegung in sein sich bildendes Weltbild vom Wort einzubauen. Diese tastenden Finger, immer bereit, sich zu korrigieren, bauen dennoch, Ziegel für Ziegel, und am Ende des Satzes steht ein Gebäude da, ein deinem Sinn, blind, angeleitet von deinem Ausdruck, nachgebautes Modell. Die eine Hand tastete deine Äußerung, während die andere es nach dem Denkstil des Zuhörers in etwas für ihn Kohärentes, Erkennbares vielleicht, im schlimmsten Fall in einen ihm schon bekannten Gedanken zurechtgeknetet. Deswegen kann man nicht dankbar genug sein für die Leute, die offen sagen, sie verstehen nicht, was man zu sagen versucht. Und die sagen vielleicht auch mal, dass man auch dankbar sein kann für die Leute, die nicht so leicht zu verstehen sind. Sonst würden wir sie gar nicht kennen, wenn sie nicht gerne Leuten zuhören, die manchmal, aber nicht immer ihr kompliziertes Gewusel verständlich machen können.

stabigabi3 - 17. Aug, 16:53

also wenn mir jemand so eine tastwort-theorie gegeben hätte - ich wär davongerannt. sie ekelt mich geradezu.
stabigabi1 - 17. Aug, 17:01

Es ekelt aber auch, mit jemandem "roh", ungeschützt also, zu sprechen, dessen geistige Finger du nicht spüren willst. Man spricht nicht mit jedem ohne Glacehandschuhe.
stabigabi1 - 17. Aug, 17:04

Stimmt, das ist eklig. Ich hab so fest an eine bestimmte Erinnerung dabei gedacht, dass ich übersah, dass ich keinen Hinweis auf diese Bestimmtheit im Text eingebaut hatte. Es gibt nur einen, im jeweiligen Moment, auf der Welt, von dem man dieses Tasten ertragen, ja gutheißen mag.
stabigabi2 - 21. Aug, 15:20

huhhhhhuuu, ich will dich beeee tahahahasten!! sabber sabber. komme hermit deinen kleinen süssen wörtern du kleine poetin du. darf ich dein neues gedicht abtasten, na komm schon, ich will nur ein bißchen bedeutung du bedeutungsschlampe. komm lass mich von deinem endreim knabbern, komm lass mich dein anapäst sein, oh ich kann deine raffinierte volte förmlich im anus spüren, ich kann dein störrischkeit riechen, ich betaste den busen deiner vorgewölbten provokation, o du jambisches luder

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