Huhu.

Guten Tag.

"Was an die Oberfläche kommt, bringt seine passenden unersetzlichen Worte bereits mit, oder es existiert nicht."
stabigabi1 - 17. Aug, 14:53

Und wenn es, sozusagen, ein Dachs ist? Ein Dachs, der nicht reden will? Sieben Slawische Krieger? Ich kann mir vieles denken, was ohne Worte auftaucht, - - aber ich lese wie ein Clown. Ein schlechter. Warte, ich tauch noch mal unter, und dann besser auf, ohne Algen. Oder: mit Algen.

stabigabi1 - 17. Aug, 15:51

Kann nur in Metaphern denken!

Die Wahl der richtigen Metapher ersetzt dabei das Denken. Es könnte sein, dass ich immer schon einen derartigen Workaround fahre. Den Verdacht habe ich seit längerem. Auch geht es ganz offensichtlich um die Wege. Als ich den Verdacht, etwas allgemeiner gefasst, formulierte: dass die Leute vielleicht jeder etwas ganz anderes im Kopf machen, um zu den Resultaten zu kommen, die wir gewohnt sind, als Anzeiger, dass davor Denken stattgefunden hat, zu lesen, - als ich das, etwas umständlicher, sagte, bat mich P., es zu wiederholen, und ich konnte es sogar wiederholen, und er machte die Bemerkung, dass ich immer die Sachen an einem ganz entlegenen Ende anpacke, um dann mit verschlungenen Manövern zu etwas wie einem Allgemeinplatz zu kommen. Etwas, was mit einem solchen in einer erkennbaren Verbindung steht, jedenfalls; etwas, was man Gedanke nennen könnte, weil man es auf einer Landkarte des Denkens verorten kann.
stabigabi3 - 19. Aug, 10:32

Das Gute am Metaphorischen Denken ist ja auch die Transformation, der UMSCHLAG (nicht im Sinne von Briefumschlag, sondern Verwandlung). Der Geheimgang zum Ziel. Oder eben: Der Weg der das Ziel verändert. Wenn ich falsch gehe, komme ich zu einem schäbigen Gasthof.
stabigabi3 - 17. Aug, 15:26

ah da warst du ja doch ts

da du nicht auf die email geantwortet hattest dachte ich du wärest gar nicht hier und nun sehe ich, dass du doch es warst...

die kluge claudia hat erfunden eine QUALLE MIT VIER voneinander unabhängigen GEHIRNEN

da wird dann ständig etwas auftauchen und sachen mitbringen: AUFTAUSCHEN - AUFTAUSCHEN und man weiß nicht was.

stabigabi3 - 17. Aug, 15:29

Blasen tauchen ohne Worte auf.

ich hatte versuchsweise einfach nur einen Satz hinschreiben wollen, und da ich nicht wusste was, hab ich das Schreibheft aufgemacht und den ersten Satz den ich dort las, abgeschrieben, der kommt aus Clarice Lispector: Die Entdeckung der Welt. Auf dem Foto ist der Pollunder ein Wunder! O DU WUNDERPOLLUNDER DER LISPECTOR - verzaubere auch mich, bitte.

stabigabi3 - 17. Aug, 15:31

An den Setzer

4. Februar 1968

Entschuldigen Sie meine vielen Vertipper. DIe liegen erstens daran, dass meine rechte Hand verbrannt ist. Zweitens weiß ich nicht, woran.

EIne Bitte hätte ich: Verbessern Sie mich nicht. DIe Interpunktion ist der Atems des Satzes, und meine Sätze atmen so. Und falls Sie mich komisch finden sollten, üben Sie trotzdem Respekt. Sogar ich habe lernen müssen, mich zu respektieren.

DAs Schreiben ist ein Fluch.

(Soweit Clarice Lispector)

stabigabi1 - 17. Aug, 15:55

Oh, das ist schön! Und auch so breit anwendbar wieder. Es ist aber auch ausschließend wie Liebe oder gute Stimmung. Wenn Liebe ist, so als allgemeine Stimmung, fragt man sich, warum es nicht immer und überall ist. Weil es doch das Beste ist. Es erscheint unerklärlich, dass es nicht immer so ist. Ist das faschistisch in seiner Imaginationslosigkeit? Die Liebe ist in dem Sinn - also, wo sie z.B. nicht kapiert, dass es für andere einfach deppert ausschaut - von Natur aus kleinkariert und stumpfsinnig. Sie fokussiert - das ist höchst angenehm - aber macht assozial wie ein Nerd.
stabigabi3 - 17. Aug, 15:32

Zwei Kannibalen verspeisen einen Clown. Sagt der eine zum andern: Der schmeckt aber komisch.

stabigabi6 - 26. Aug, 19:54

Unter einem Baum in der Steppe nagen zwei Kannibalen an den Unterschenkeln eines Missionars. Sagt der eine zum andern: "Nun, Herr Dozent, schmeckt doch besser als in der Mensa von Prag."
stabigabi3 - 17. Aug, 15:50

Selbst Wortblasen tauchen ohne Worte auf. Nein. Doch. Nein. Doch. Wohle. Auf keinen. Auf keinsten. Aber allemal.

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