Samstag, 17. August 2013

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Foto0119

Können wir jetzt schon denken, oder nicht?

Ich an A.:

...Sie gelesen. Zum ersten Mal richtig. In Berlin muss ich andauernd unter einem gewissen Stress sein, oder durch die seltsam süße Not, die Sie in mir erwecken, dass ich, anstatt zu lesen, panisch überlegte, worauf darin ich wie reagieren soll. Ich glaube, das ersetzte die eigentliche Lektüre bei mir lange Zeit. Heidegger sagt ja, wir können noch immer nicht denken, daraus lässt sich ein running Gag mit Heilwirkung basteln. "Und, kannst du heute schon denken?" "Ja, weil gestern habe ich getrunken."

A. zurück:

In der Stabi habe ich mir Herder geholt. Seine Sprachtheorie erinnert mich an Bataille: alles ist kommunikation.
Denken und denken können sind sicherlich 2. Nietzsche nannte, was der Heidegger sagt, glaube ich: wir denken bisher nur mit dem Körper.
Zum gekonnten Denken gehörte bestimmt auch, die richtige Vorbereitung zum Verlassen des Denkens. Z.B. durch Feste. Ich vermute, wenn sowas fehlt, kommt es, an Festes statt, zu [schlimmen Anfällen].
Man kann sich nirgends herausnehmen. Denken macht einsam. Also muß im denken irgendwo diese Vorbereitung stattfinden, es zu verlassen. Vielleicht ist das ganze Denken ja darauf gerichtet, die Einsamkeit zu verlassen. Die Sprache und das Denken sind ja in gewissem Sinn auch 1, und sprache, wie Herder sagt, will, schon bei den Tieren, raus.
Denken und Können? Vielleicht kann das Denken überhaupt nur dazu dienen, etws zu können.

Meatball Curtain von Öyvins Fahlström

OeyvindFahlstroemMeatballCurtain-for-R-Crumb-1969

I Taste A LiQUOR NEVER BREWED

I Taste A Liquor Never Brewed: ich ertastete likör, so niemals gebraut, von tankern perlenhaft gereiht, und alle flöße auf dem rhein ergaben trunken sich. in-e-briat der luft bin ich, und debauchee of dew, ich gleite taumelnd an dem für immer abendoffnen sommertag entlang, zur einkehr eingeschmolzen blau. aus dem galahandschuh einer füchsin verweist der tender die betrunkne biene, schmetterlinge sagen sich dem umtrunk los. bis die schneebestäubten hüte der seraphen hochgerissen, heilige zu fenstern eilen, um sich das glück des kleinen suffki einzuspeisen, wie er an der sonne lehnt.

Ge. Wilh. Fr. Hegel

.. .. .. Willst du mit mir gehn, Fr. Hegel? .. .. ..

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Endlich: Die Anwendung des schlechtesten Werkzeugs

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Was ist Komplexität?

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Critique of Steam Punk

Hab heute Susan Sontags Skizzen zum Camp wiedergelesen. Im Moment mag ich ihr ruhiges, sicheres Urteil. Obwohl sich die Thesen wiederholen und ich insgesamt mit diesem Essay ein bisschen unzufrieden bin, zeichnet er eine Grenze präzise, nach der ich mich letztens gefragt habe angesichts der Bilder im Nationalmuseum in Edinburgh, die ich als Kitsch bezeichnet hätte, und die mich faszinieren. In ihrer allerletzten These kommt sie - raffiniert - darauf zu sprechen, was einem die ganze Zeit im Kopf brüllt: die Verbindung mit der Ökonomie. Camp, in seinem Ursprung in der Langeweile, wachse auf dem Boden des materiellen Überflusses. Nicht des persönlichen unbedingt, aber der Gegend. Sehr plausibel. Aber es reizt zum Gegenbeweis auch. Die Armut in betulich-häuslichen Gegenden, die Kältevorsorge - also, die Kälte zwingt einen zum Ernst. Aber ich sehe schon viel Dandytum unter den sehr armen in sehr armen Gegenden, es könnte also sein, dass sowohl null Besitz als auch soviel, dass man über Geld nicht nachdenken muss, Dandytum ermöglicht, der nur dann nicht aufkommt, wenn man die innere Unfreiheit des, weit gefasst, Kleinbürgertums hat.

Huhu.

Guten Tag.

"Was an die Oberfläche kommt, bringt seine passenden unersetzlichen Worte bereits mit, oder es existiert nicht."

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